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Bailliage Bavière Orientale

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Tafeln am Weinberg: Die Orientalen ließen es sich auf dem Weingut Quinta da Aveleda gut gehen (alle Fotos Dr. Wolf-Dietrich Nahr)

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Jahresreise 2019 nach Portugal

Kulinarischer Trip von

Porto nach Lissabon

Für viele Orientalen war die fünftägige Reise nach Portugal eine Premiere. Entsprechend gespannt waren die 42 Reiseteilnehmer, was das Land kulinarisch bieten würde. Küchenchefs in Porto und in Lissabon zogen alle Register, um die Profis und Laien der Bruderschaft bei Laune zu halten.

Portugal stand nach Einschätzung des Veranstalter-Paares Kirsten und Hartmut Wolff auch im Kontext der Baskenland-Reise vor zwei Jahren, denn die beiden Regionen haben bei allen Unterschieden in den Details schon einen kulinarischen Zusammenhang. Allerdings galt es bei der Weinkunde diesmal das recht spezielle Feld des Portweins zu beackern.

Der besondere Reiz der Portugalreise war nach Ansicht von Kirsten Wolff die Kombination der beiden sehr unterschiedlichen Städte Porto und Lissabon, hier die ehemalige Kulkturhauptstadt und dort die Metropole. Beide Städte liegen am Fluss. Und deshalb haben sich die Orientalen, zumeist Regensburger, dort heimisch gefühlt. Doch bei der Flussfahrt mit einer pittoresken Holzbarkasse ist den 42 Reiseteilnehmern aus Ostbayern gleich ein fundamentaler Unterschied aufgefallen: Während Regensburg der Donau das Hinterteil zeigt, ist Porto dem Duoro freundlich zugewandt. Straßencafes, Restaurants, prächtige Stadthäuser zeigen dem Fluss die Schokoladenseite von Porto.

Der Bootstrip endete beim Portweinhersteller "Taylor's", der in den Eichenfässern seiner endlosen Hallen rund drei Millionen Liter seines feinen Portweins lagert.

Die Besichtigung der historischen Handelskammer mit Börse ließ die wirtschaftliche Potenz von Porto im vorvergangenen Jahrhundert erahnen. Das Weingut Quinta da Aveleda war durch Kontraste geprägt. Hier der weitläufige, romantische Landschaftspark englischen Gepräges mit idyllischen Details, dort die industriellen Weinproduktionsanlagen, wo der Vino Verde in großen Mengen hergestellt wird. Am Abend im exzellenten Yeatman-Hotel lernten die Ostbayern, wie gut Kalbstatar und Langustinen mit Yuzu harmonieren.

Das absolute Highlight des dritten Reisetages war zweifellos das Dinner im Chaîne- und Ein-Sterne-Haus Feitoria in Lissabon – bisher der kulinarische Höhepunkt. Und was gab es sonst noch an dem Tag? Die Visite in der Universitätsstadt Coimbra, wo die Orientalen lernten, dass in einer historischen Hochschulbibliothek mit unschätzbar wertvollen Folianten insektenvertilgende Fledermäuse geduldete bis willkommene Mitbewohner sein können.

Im Restaurant des Fünf-Sterne-Hotels "Quinta das Lagrimas" erfuhr die Chaîne-Reisegruppe, dass man die traditionelle Königin-Pastete (man erinnert sich: Blätterteig-Hütchen) auch fischig sehr schön abfüllen kann.
Später in Lissabon erlebten die Orientalen ein ganz besonderes Mobilitätsabenteuer: die Fahrt mit der historischen Straßenbahn in der portugiesischen Hauptstadt.

Als imposantes Chaîne-Symbol blieb den Reiseteilnehmern ein kulinarisches Accessoire in Erinnerung – genauer zwei: nämlich die gefühlt sechs bis sieben Meter langen Spieße zum Braten von irgendwelchen Großtieren, und zwar in der historischen Küche des königlichen Sommerpalastes in Sintra.

Richtig maritim wurde es auch noch – durch den Exkurs zum westlichsten Punkt Kontinentaleuropas in Caboda Roca und durch ein opulentes Seafood-Mittagsmahl an der wilden Atlantikküste im "Furnas du Guincho“. Das letzte Dinner der Reise wurde im Sterne-Restaurant "Eleven" kredenzt.
Der letzte Tag in der portugiesischen Metropole begann mit einem Fußmarsch vom Hotel hinauf zur trutzigen Burg – ja Fußmarsch, denn die großen Höhenunterschiede in der Altstadt stellten für die Orientalengruppe eine sportliche Herausforderung dar. Alle wurden ganz oben mit einem tollen Blick auf Lissabon und das Tejo-Delta entschädigt.

Endpunkt des Lissabon-Aufenthaltes war das Restaurant "WineNot", in dem nur Weine des Gutes Ermelinda Freitas ausgeschänkt wurden. Alles atmete viel Tradition: Der Winzer feiert im nächsten Jahr 100-jähriges Bestehen.·
Kirsten und Hartmut Wolff bekamen am Ende von Bailli Karl-Günther Wilfurth großes Lob für die Organisation und Begleitung der Chaîne-Traumreise 2020. Ein ausführliches Reisetagebuch findet sich im Journal "Bavière Orientale" der Bailliage.

Text und Fotos: Dr. Wolf-Dietrich Nahr

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